Der Wettbewerb um Aufträge sowie der Fachkräftemangel forderte das mittelständische Straßen- und Tiefbauunternehmen Brandl GmbH aus Neufraunhofen in Niederbayern heraus, neue Wege zu gehen. Die Herausforderung: einzelne Bauprozesse zu digitalisieren. Investitionen in Vermessungstechnik, Maschinensteuerungen sowie Projektmanagement-Lösungen führten zu erheblicher Zeitersparnis in der Fertigstellung der Bauprojekte.
Die Effizienzsteigerung bei Arbeiten mit digitalen Geländemodellen und die Vernetzung von Büro und Maschinen zeigte sich im letzten Jahr in einem für die Firma Brandl typischen Bauprojekt: Erdarbeiten für den Neubau eines Logistikzentrums in Obertaufkirchen zu realisieren. Die bebaute Fläche umfasste 30 000 Quadratmeter. Das Volumen von Oberböden und Aushub betrug 25 000 Kubikmeter. Hinzu kamen der Fundamentaushub von 5 000 Kubikmetern sowie Arbeiten zur Bodenverbesserung, um die Sohle zu stabilisieren.
Nach der klassischen Vermessungsmethode ausschließlich mit dem Rover würde ein Vermesser rund zwei Tage benötigen, um das Gelände zu vermessen. Anders mit der Drohne vom Typ DJI Mavic 3 Enterprise, die dafür eine halbe Stunde in Anspruch nahm. Mit den Daten wurde ein digitales Geländemodell erzeugt, um die Massen für das Angebot zu ermitteln und es nach Auftragsvergabe für die 3D-Steuerungen der Maschinen zu nutzen. Für die präzise und schnelle Umsetzung der Planung mit Trimble Earthworks 3D-Maschinensteuerungen kamen zwei Bagger mit GNSS-Positionierung mit den neuen Trimble MS976-Empfängern sowie zwei Raupen mittels einer UTS-Steuerung mit der Trimble SPS930 Totalstation und dem Maschinenprisma MT900 zum Einsatz. Durch das Arbeiten mit den Maschinensteuerungen musste zur Kontrolle der Höhen nicht extra abgesteckt werden und die Maschinen konnten unterbrechungsfrei durcharbeiten. Auf Planänderungen während des Projekts konnte Brandl flexibel reagieren, die aktuellen Pläne mit dem Trimble WorksManager vom Büro aus direkt mit den Maschinen und ausführenden Mitarbeitern auf der Baustelle teilen und so Arbeiten nach veralteten Plänen vermeiden. Brandl konnte die Erdarbeiten auch aufgrund der fortschrittlichen Arbeitsweise in einem engen Zeitfenster im Dezember letzten Jahres fristgerecht fertigstellen.
Mit der Vermessungstechnik in Verbindung mit den 3D-Steuerungssystemen der Baumaschinen konnte der Straßen- und Tiefbauer die verschiedenen Bauprozesse beschleunigen, die Präzision deutlich steigern und aufwendige Nacharbeiten vermeiden. Nicht zuletzt profitierte der Betrieb von der Schulung der Mitarbeiter durch Sitech in der effizienten Nutzung der Trimble Bautechnologie. Das hat sich auch bei Kommunen und Generalunternehmern herumgesprochen, die mittlerweile die fortschrittliche Arbeitsweise des Unternehmens zu schätzen wissen. Seit seiner Gründung in den 60er-Jahren ist Brandl im Straßen- und Tiefbau engagiert, betreibt eigene Kiesgruben und ist mittlerweile mit rund hundert Mitarbeitern in der Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten aktiv.
April 2026

