Komplettservice für Giga-Baustelle

In Niedersachsen entsteht eine der modernsten Batteriezellfabriken Europas. Während die wesentlichen Gebäude bereits fertiggestellt sind, laufen auf dem Werksgelände weiterhin zahlreiche Ausbau-, Installations- und Inbetriebnahme-Arbeiten. Zeitweise arbeiteten bis zu 80 Gewerke parallel auf dem Gelände – international aufgestellt, eng getaktet und mit ständig wechselnden Anforderungen. Zeppelin Rental unterstützt seit 2023 die PowerCo SE als Bauherrn sowie die ausführenden Unternehmen mit einem umfassenden Leistungsportfolio. Dazu gehören Arbeitsbühnen, die Elektro-Baustelleneinrichtung und eine mobile Mietstation am Standort. „Wir sind nicht einfach nur Vermieter, sondern Teil des Projekts“, sagt Michael Müller, stellvertretender Mietstationsleiter der Mietstation Braunschweig. Das Bauvorhaben zeigt, wie sich komplexe Industrievorhaben mit integrierten Lösungen effizient umsetzen lassen.

Zum Einsatz kamen ausschließlich elektrische und hybride Geräte, da ein Großteil der Arbeiten in Innenräumen stattfand.

Ein Schwerpunkt liegt auf den Arbeitsbühnen für den Hallenbau. In Spitzenzeiten waren rund 200 Geräte gleichzeitig im Einsatz. Besonders gefragt war die Scherenbühne Skyjack SJ3219. „Die Platzverhältnisse haben die Auswahl im Prinzip vorgegeben“, so Michael Müller. „Kompakt, wendig, elektrisch – genau das, was man auf dieser Baustelle gebraucht hat.“ Da ein Großteil der Arbeiten bereits innerhalb der Hallen stattfand, setzte Zeppelin Rental ausschließlich auf elektrische und hybride Geräte. Darüber hinaus stellt das Unternehmen eine breite Palette an Geräten bereit wie elektrische Stapler, Teleskopstapler, Hochhubwagen und Polaris Ranger für den Transport auf der Baustelle. Ergänzt wird das Angebot durch Baustellenbeleuchtung: LED-­Moons und Lichttürme sorgen für sichere Arbeitsbedingungen, wenn Tageslicht allein nicht ausreicht. Zentral für die Abläufe ist die mobile Mietstation direkt auf dem Gelände. Sie dient als Anlaufstelle für die ausführenden Firmen und ermöglicht es, Geräte kurzfristig anzumieten oder zu tauschen. „Die Wege sind kurz, die Abstimmung ist direkt. Das macht einen großen Unterschied – gerade bei einem Projekt mit so vielen Beteiligten“, erklärt Müller. „Viele Anforderungen kommen kurzfristig. Wenn wir direkt vor Ort sind, können wir besonders schnell reagieren.“

Gelenk-Teleskopbühnen ermöglichen Arbeiten in schwer zugänglichen Bereichen. Für die Servicierung der Geräte waren bis zu acht mobile Servicetechniker unterwegs.   
Fotos: action press/Peter Seyfferth

Unterstützt wird das Projekt durch ein enges Servicekonzept: Neben Technikern in der Mietstation sind in Spitzenzeiten bis zu acht mobile Servicetechniker unterwegs. Sie übernehmen Wartung, kurzfristige Reparaturen und Prüfungen im laufenden Betrieb, kümmern sich um die Gerätepflege und sorgen für eine lückenlose Dokumentation. „Unsere Techniker sind diejenigen, die im Hintergrund dafür sorgen, dass aus vielen einzelnen Mietgeräten ein verlässlicher Gerätepark wird“, sagt Marko Nikolic, Leiter PAB und Gabelstapler Region Nord bei Zeppelin Rental. Das Unternehmen organisiert Bedienerschulungen, übernimmt die Einbringung der Geräte und setzt temporäre Absperrkonzepte um. Dazu gehören unter anderem rund 3 000 Meter Bauzaun zur Einzäunung von Container­anlagen sowie zur Abtrennung einzelner Bereiche innerhalb des Baufelds. Auch die Baustelleninfrastruktur liegt in Teilen in den Händen von Zeppelin Rental. Im Rahmen der Elektro-Baustelleneinrichtung wurden rund 90 Verteilerschränke installiert und mehrere Kilometer Stromkabel auf dem Gelände verlegt. Zeitweise kam zudem ein Stromerzeuger mit 500-kVA-Leistung zum Einsatz. Hinzu kommen Baubeheizung im Rohbau, die Bereitstellung von Büro-, Material- und Sanitärcontainern sowie die Organisation von Kraneinsätzen über Partnerunternehmen. Darunter fallen Großkräne bis 120 Tonnen und Miniraupenkräne für schwer zugängliche Bereiche. Mit dem Hochlauf der Produktion im Jahr 2026 geht das Projekt in die nächste Phase. Auch darauf ist das Team von Zeppelin Rental eingestellt. „Wir bleiben so lange vor Ort, wie wir gebraucht werden“, betont Michael Müller.

Oktober 2026