Zehn bis zwanzig Jahre Laufzeit sind für Skw meist die Regel. Dagegen hatten die beiden Cat 770G mit dreieinhalb Jahren ein vergleichsweise kurzes Gastspiel im Steinbruch von Martin Baur in Jungnau bei Sigmaringen. Dabei denkt die Firmengruppe, die rund 220 Mitarbeiter beschäftigt, in ihrer 88-jährigen Geschichte in deutlich längeren Zeiträumen. Ein preislich attraktives Angebot der Zeppelin Niederlassung Ulm und ihrem Gebietsverkaufsleiter Reiner Schmid führte dennoch zu einem Wechsel im Maschinenpark – obwohl die vorhandenen Maschinen zuverlässig und effizient ihren Transportaufgaben nachkamen. Für das Unternehmen lag es daher nahe, der Modellreihe treu zu bleiben: Zwei Cat 770 der neuen Generation übernehmen nun den Rohstofftransport. Ein Argument, das insbesondere bei den Fahrern gut ankommt, ist der mittig positionierte Sitz, dank dem sie einen guten Überblick auf ihren Einsatz im Kalksteinbruch haben.

In den eigenen Kies- und Schotterwerken erfolgt der Abbau qualitätsgeprüft. Dabei stellt das Unternehmen güteüberwachte Produkte in vielen Körnungen her, zum Beispiel gewaschene Kiese, Edelsplitte, Schottergemische, güteüberwachtes Frostschutzmaterial sowie Vorlagesteine. „Qualität ist vielschichtig – und das spiegelt sich auch im Maschinenpark wider. Wir achten darauf, Maschinen auf dem neuesten Stand der Technik einzusetzen und denken hier ganzheitlich, wenn wir nach wirtschaftlichen Kriterien die Maschinenauswahl treffen, um für unsere Kunden das Beste herauszuholen“, unterstreicht Geschäftsführer Bernd Kempter. In der Regel bedienen Stammfahrer die Maschinen, was sich unmittelbar positiv auf die Ausführungsqualität auswirkt. Dank ihrer genauen Kenntnis von Maschine, Material und Abläufen arbeiten sie präziser und konstanter – etwa beim Verladen des durch Sprengung gelockerten Weißjurakalks und dessen Transport zur Weiterverarbeitung. Abweichungen und Nacharbeiten werden so reduziert. Zugleich gehen die Fahrer pfleglicher mit den Maschinen um. „Keiner kann hinterher sagen: Das war ich nicht. Wir legen großen Wert auf eine gesamtheitliche und professionelle Außenwirkung bei Martin Baur, weil diese nicht nur von den Kunden, sondern auch darüber hinaus wahrgenommen wird“, so Bernd Kempter.
Neben der technischen Ausstattung spielt daher auch das Auftreten gegenüber den Kunden eine wichtige Rolle – insbesondere in der Kommunikation. „Unsere Kunden wissen es zu schätzen, wenn sich unsere Mitarbeiter klar artikulieren und verständlich austauschen können“, erklärt der Geschäftsführer. Ein weiterer Aspekt betrifft die Flexibilität im Maschinenpark: Fahrzeuge werden standortübergreifend eingesetzt und bei Bedarf zusammengezogen, um Engpässe auszugleichen. „Das macht uns schlagkräftig“, betont Bernd Kempter.

Zugleich wird Wert auf eine moderne, eigengewartete Fahrzeug- und Maschinentechnik gelegt, um Standzeiten gering zu halten und eine hohe Verfügbarkeit sicherzustellen. „Am Ende des Tages sind es die Monteure, die Maschinen ausmachen“, so Steffen Kanthak, Fuhrparkleiter bei Martin Baur. Das bezieht er im Fall der Cat Maschinen auch auf die Arbeit von Zeppelin Servicetechniker Thomas Schrodi, der dabei unterstützt, die Maschinen betriebsbereit zu halten, selbst wenn die Firmengruppe eine eigene Werkstatt unter der Leitung von Steffen Kanthak betreibt.
Cat Baumaschinen haben an den verschiedenen Standorten seit 2018 Schritt für Schritt Einzug gehalten – sei es im Abbau von Weißjurakalk, in Kies- und Transportbetonwerken oder auf Deponien. Den Anfang machte ein Cat Grader 120M für den Bau von Waldwegen. „Hier haben wir einen diametralen Wandel von Gebraucht- in Richtung Neumaschinen vollzogen“, erklärt Bernd Kempter. Heute umfasst der Bestand unter anderem fünf Cat Radlader 972XE, einen 908M, einen Cat Kettenbagger 352 sowie zwei Cat Raupen D6 LGP mit VPAT-Schild. „Die Performance muss stimmen, denn wir überzeugen durch Leistung“, definiert der Fuhrparkleiter die Anforderungen. Insgesamt verwaltet er zwischen 400 und 450 Geräte – ein großer Anteil entfällt auf die Spedition.
Transporte bilden seit jeher ein zentrales Standbein des Unternehmens. Der Großvater von Martin Baur begann mit Holztransporten aus den umliegenden Wäldern per Pferdefuhrwerk zu den Sägewerken. Mit der Anschaffung eines gebrauchten Lkw entwickelte sich das Geschäft weiter und leitete den Ausbau des Unternehmens ein. Ende der 1950er-Jahre kam schließlich das Rohstoffgeschäft hinzu, wenngleich auch damals mit einfachen Mitteln begonnen wurde.

Heute verfügt das Unternehmen über einen leistungsfähigen Fuhrpark nach dem neuesten Stand der Technik. Kies, Sand, Splitt und Schotter lassen sich damit flexibel nach Bedarf für Straßen-, Tief- und Galabaustellen, für Asphaltmischanlagen oder für Transportbeton beziehen und werden zum jeweiligen Einsatzort geliefert. 30 Kipper stehen für unterschiedlichste Anforderungen bereit – von Dreiachsern mit Zentralachsanhängern über Vierachser für schwere Einsätze bis hin zu zwei- und dreiachsigen Sattelzugmaschinen mit Stahlaufliegern für grobes Material sowie Thermoaufliegern für Mischgut- und Schüttguttransporte. Ein geschultes Team sorgt dabei für termingerechte und reibungslose Abläufe. Ebenso flexibel ist der Bereich Transportbeton aufgestellt: Mit 30 Fahrmischern, verteilt über vier Betonwerke, ist man auch für Großprojekte gerüstet. Fünf Förderbandfahrzeuge mit jeweils 16 Metern Reichweite ermöglichen auch eine weiter entfernte Einbringung. Und in der Gewinnung haben gerade erst zwei neue Cat Muldenkipper ihr neues Einsatzgebiet übernommen.
August 2026

