Mühelos zu einem der beliebtesten Fotomotive hat es auf der diesjährigen bauma – im Schatten gigantischer Konkurrenz – eine kleine graue Maschine geschafft. Die Caterpillar Best Sixty, Baujahr 1930, stand inmitten der neuesten Cat Maschinentechnologie und dennoch im Mittelpunkt des Interesses. Der Oldie glänzte nicht im heute bekannten gelb-schwarzen Design, sondern – wie damals üblich – in Grau. Eigens zum hundertjährigen Jubiläum hat Caterpillar diese Tradition aufleben lassen. So präsentierten Zeppelin und Caterpillar in der Halle B6 neben dem Raupentraktor einen Cat Dozer D6 XE im Jubiläumslook „Centennial Grey“.
Denn auf der bauma wurde das hundertjährige Jubiläum von Caterpillar gefeiert. 1925 bündelten die Holt Manufacturing Company und die C.L. Best Tractor Co. ihre Stärken und gründeten die Caterpillar Tractor Company, die sich 1986 in die bis heute bestehende Caterpillar Inc. umbenannte. Als eines ihrer Flaggschiffe entwickelte sich der legendäre Best Sixty Raupentraktor, dessen Technik den Grundstein für die heutigen Cat Kettendozer bildete. Der Best Sixty wurde von 1925 bis 1931 hergestellt und war in dieser Zeit der größte Raupentraktor im Cat Produktprogramm.

Typisch für den Best Sixty ist sein Vierzylinder Benzinmotor mit 45 kW (60 PS). Vom englischen 60 rührt auch der Name Sixty. Weitere Merkmale sind seine obenliegenden Ventile, seine Spurweite von 72 Zoll (1,8 Meter) und sein Einsatzgewicht von 20 500 Pfund (9,3 Tonnen). Caterpillar baute den Zugtraktor, das Schild vorne und die Winde hinten wurden wiederum von LeTourneau geliefert.
Zum hundertjährigen Jubiläum von Caterpillar stellten die Eberhard Unternehmungen aus der Schweiz den bauma-Ausstellern Caterpillar und Zeppelin in der Messehalle B6 in München das Schmuckstück zur Verfügung. Der benzinbetriebene Best Sixty wurde zusammen mit einem dieselelektrischen Cat Kettendozer D6 XE gezeigt, die damit den Bogen zur Entwicklung von Cat Baumaschinen spannten.

Wenn der Best Sixty nicht auf der bauma steht, dann ist er im Ebianum Baggermuseum im schweizerischen Fisibach zu sehen. Nebst der Eberhard-Firmengeschichte gibt es dort rund 50 Baumaschinen und Baufahrzeuge zu besichtigen. Initiator dieser Baumaschinen-Erlebniswelt ist die Schweizer Unternehmensgruppe Eberhard, die das Ebianum 2015 eröffnete.
Natürlich ließen es sich die Leihgeber nicht nehmen, ihr Schmuckstück auf der bauma in der Halle B6 selbst in Augenschein zu nehmen. Herzlich begrüßt wurden Hansruedi Eberhard, Leiter des Museums Ebianum, und Martin Eberhard, Verwaltungsratspräsident der Eberhard Unternehmungen, von Erica Kashambuzi-Mayer, Director Sales Global Construction Infrastructure (GCI) bei Caterpillar, und dem stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsführung der Zeppelin Baumaschinen GmbH, Thomas Weber, die sich ausdrücklich dafür bedankten, den wunderschönen Oldie in diesem Rahmen präsentieren zu dürfen.
Juni 2025

