Neue Cat Baumaschinenflotte unterstützt AWB Friedrichshafen beim Umschlag

Ein ständiges Kommen und Gehen herrscht beim Entsorgungszentrum Weiherberg. Seit 1982 haben dort Entsorger und Containerdienste im Bodenseekreis rund um Friedrichshafen eine Anlaufstelle. Dort betreibt der Bodenseekreis eine Deponie und hat ein Entsorgungszentrum errichtet. Los ging es mit zwei  Rampenstellplätzen. Doch schnell wuchs der Müllberg in die Höhe. Mülltrennung war damals noch nicht en vogue – das änderte sich mit steigendem Bewusstsein für die Umwelt. Materialumschlag ist längst das Gebot der Stunde. Dabei unterstützt eine neue Flotte von fünf Cat Baumaschinen die Mitarbeiter der AWB beim Handling von Altpapier, Altholz, Bioabfall und Rest- sowie Sperrmüll.

Investiert haben in die neue Umschlagtechnik drei Unternehmer und Gesellschafter der AWB Weiherberg: Michael Karnolt, Geschäftsführer der Stark GmbH, Hans-Peter Schmid, Geschäftsführer der Hans Schmid GmbH, und Tobias Zwisler, Geschäftsführer der Zwisler GmbH. Sie haben die Flotte aufgestockt, mit der sie den technischen Betrieb des Entsorgungszentrums Weiherberg übernehmen. Kerngeschäft ist der Umschlag. Der Landkreis wiederum stemmt die administrativen Aufgaben. Dazu gehört etwa die Eingangskontrolle der Stoffströme oder das Verwiegen der Materialien.

„Mein Dank gilt den drei Gesellschaftern, die mit ihren familiengeführten Unternehmen für eine über 200-jährige Firmengeschichte und den typischen Mittelstand in Deutschland stehen. Es tut gut, dass solche Investitionen vor Ort erfolgen“, bekräftigte Andreas Brand, Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen und gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender des Zeppelin Konzerns.

Weil die Verladetätigkeiten immer mehr wurden, wurde das Maschinenkonzept angepasst. Deswegen wurde beispielsweise in einen Cat Radlader 950 GC investiert. „Wir haben gleich eine Nummer größer gewählt. Gründe dafür waren eine höhere Standfestigkeit, aber wir wollen so auch Effizienz gewährleisten“, so Geschäftsführer Hans-Peter Schmid. Und Mitgesellschafter und Geschäftsführer Michael Karnolt ergänzte: „Wir setzen hier auf die beste Technik für die Anlage.“

Eine Flotte von fünf Cat Maschinen gab es für den Umschlag von Altpapier, Altholz, Bioabfall und Rest- sowie Sperrmüll.

Dem Radlader zur Seite steht auf dem Umschlagplatz ein Cat Umschlagbagger MH3026 mit einem üppig dimensionierten Polypgreifer, während auf der Deponie ein Cat Kettenbagger 320FL und eine Cat Raupe D6K den Einbau von Materialien in einer Menge von bis zu 10 000 Tonnen jährlich übernehmen sollen, die dem Wertstoffkreislauf nicht mehr zugeführt werden können. Fünfte Maschine im Bunde ist ein kompakter Cat Radlader 906, der für saubere und schneefreie Wege auf dem Gelände sorgt sowie die Entladung palettierter Güter übernimmt.

„Der Auftrag ist eine Besonderheit, weil er in der Region erfolgt. Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft, die immer mehr Abfall erzeugt. Durch unsere Maschinen tragen wir dazu bei, das Beste aus dem Abfall zu machen. Hier wollen wir punkten. Es ist schön, dass wir hier ein Zeichen setzen können und mit unseren Geräten wettbewerbsfähig sind“, so Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns.

Eingesetzt für die maschinentechnische Ausstattung, die über die Zeppelin Niederlassung Ulm erfolgte, hat sich Michael Thiel, Betriebsleiter der AWB. „Besonders ins Zeug gelegt haben sich die Zeppelin Mitarbeiter wie Uwe Fuhrmann und Alexander Tress seitens des Vertriebs. Unsere Maschinen werden jeden Tag bewegt und es gilt: Wo gearbeitet wird, fallen Späne. Ich bin überzeugt, dass es selbst dann auch gut dem Service funktioniert“, so Geschäftsführer Tobias Zwisler. Das versprach auch Uwe Fuhrmann, Zeppelin Gebietsverkaufsleiter: „Bei uns hört die Betreuung nicht auf, wenn die Maschinen geliefert wurden.“ Zeppelin Serviceberater Fabian Langer wird mit seinen Servicekollegen seinen Beitrag dafür leisten, dass alles rundläuft. Denn dass bei beanspruchten Arbeitsgeräten etwas kaputtgehen kann, ist unvermeidlich. „Die Gesellschafter haben nicht nur Cat Maschinen eingekauft, sondern auch die Zeppelin Organisation, die dann in so einem Fall bereitsteht. Ist unser Monteur vor Ort, weil zum Beispiel an dem Umschlagbagger etwas anliegt, bietet es sich an, auch den Radlader zu überprüfen. Das ist ein Vorteil, wenn gleich eine ganze Flotte aus einer Hand kommt. Wir wollen nicht nur die nächsten acht Jahre ein verlässlicher Partner sein, sondern darüber hinaus“, unterstrich Thomas Böger, Zeppelin Vertriebsdirektor und verantwortlich für die Niederlassung Ulm.

Michael Thiel (Mitte), Betriebsleiter der AWB, und Jörg Hermann (rechts), Standortverantwortlicher der AWB, erhielten von Uwe Fuhrmann (links), Zeppelin Gebietsverkaufsleiter, den symbolischen Schlüssel. Fotos: Zeppelin

Mit den Geräten wiederum arbeitet das Team rund um Jörg Hermann, Standortverantwortlicher der AWB. Auch schon bei seinem früheren Arbeitgeber, der Firma Stark, war er mit deren Steuerung vertraut. „Es ist faszinierend, welche Belastungen die Maschinen aushalten können. Mein Lieblingsgerät ist der neue große Radlader. Cat Technik liegt mir einfach, in der Fahrerkabine fühle ich mich wohl“, meinte er bei der Übergabe. Mit seinem Team schlägt er 20 000 Tonnen Restmüll, 10 000 Tonnen Biomüll, 14 000 Tonnen Altpapier und 6 000 Tonnen Altholz um. „In den ersten Jahren wurden noch 130 000 Tonnen pro Jahr in der Deponie verfüllt. Das ist immer weniger geworden, weil die Fraktionen getrennt ankommen – die Materialien verlassen zum größten Teil dann auch wieder das Entsorgungszentrum“, so Christof Pichler, Sachgebietsleiter der technischen Anlagen vom Abfallwirtschaftsamt im Landratsamt Bodenseekreis. Neben Friedrichshafen-Weiherberg wird auch in den Entsorgungszentren Tettnang-Sputenwinkel und Überlingen-Füllenwaid der Restmüll im Bodenseekreis umgeladen.

„Die Mitarbeiter des Landkreises Bodenseekreis und der AWB leisten wertvolle Arbeit vor Ort. Sie sind gut organisiert, und wenn notwendig, legen sie auch Hand an und helfen gerne weiter“, bewertete Andreas Brand die Abläufe. Und das soll mit der neuen Cat Flotte auch in Zukunft so bleiben.

April 2024