Am 1. November feierte Holger Schulz einen besonderen Meilenstein. Seit 30 Jahren prägt er die Entwicklung von Zeppelin. Einmal Baumaschinen, immer Baumaschinen: Sein Werdegang – vom Praktikanten zum Chef – macht deutlich, was mit hohem Engagement und Einsatzfreude möglich ist und wie sehr ihn die Branche geprägt hat. „Vielfalt und Dynamik machen die Baumaschinenbranche für mich besonders spannend – genau deshalb arbeite ich so gern in ihr. Es gibt ständig neue Entwicklungen, die den Arbeitsalltag verändern und gestalten“, bringt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Zeppelin Baumaschinen GmbH zum Ausdruck. Er verantwortet in der strategischen Geschäftseinheit Construction Industry und Mining des Zeppelin Konzerns die Region Zentraleuropa mit Deutschland, Österreich und den Niederlanden.
Seit seiner Ausbildung zum Baumaschinenschlosser lassen ihn Bagger, Radlader & Co. nicht mehr los. 1992 knüpfte er den ersten Kontakt zu Zeppelin als Praktikant. 1995 schrieb er seine Diplomarbeit im Rahmen seines Maschinenbau-Studiums. Anschließend stieg er als Produktspezialist ein. „Ich begleite das berufliche Leben von Holger Schulz nun seit drei Jahrzehnten. Besonders gut in Erinnerung geblieben ist mir eine Begebenheit im Sommer 1998. Nach einer sehr erfolgreichen bauma lud ich alle Kolleginnen und Kollegen der Firmenzentrale, welche die bauma hervorragend vorbereitet und durchgeführt hatten, als Dankeschön zu einem Abendessen ein. Holger Schulz schob mir eine Papierserviette rüber mit einem Wort in Russisch, das ich nicht deuten konnte. Er sagte mir, dass dort Zeppelin auf Russisch stünde. Ich fragte ihn, ob das bedeute, dass er gerne beim Aufbau unseres neuen Vertragsgebietes in Russland helfen wollte und er bejahte meine Frage mit einem Lächeln im Gesicht“, berichtet Michael Heidemann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zeppelin Baumaschinen GmbH. 1999 war es dann so weit und Holger Schulz trat seinen Dienst als Serviceleiter im russischen Sankt Petersburg an. 2002 wurde er dann Servicedirektor für ganz Russland.

Es folgten weitere verantwortungsvolle Stationen: Von 2005 bis 2008 war er verantwortlich für Gründung, Aufbau und Leitung von Zeppelin in Weißrussland. Als die Auswirkungen der Finanzkrise Russland erreichten und die Nachfrage auf den Rohstoffmärkten drastisch einbrach, wurde er zum Direktor für den Bereich Bergbau in Moskau ernannt. Dort konnte er wertvolle Erfahrungen aus dem Servicebereich einbringen sowie im Vertrieb neu sammeln. Seine nächste berufliche Station führte ihn vier Jahre lang nach Kiew, von wo er als Geschäftsführer der Zeppelin Ukraine die Vertriebs- und Serviceaktivitäten verantwortete. 2014 übernahm er dann die Bereichsleitung im Konzernkundenbereich. Doch Osteuropa mit seinen herausfordernden Märkten und hohem Entwicklungspotenzial ließ ihn nicht los. 2018 wurde er Managing Director von Zeppelin International und zugleich Geschäftsführer von Zeppelin in Russland. Zum damaligen Zeitpunkt war das ein zentraler Wachstumsmarkt hinsichtlich des Vertriebs- und Servicegeschäfts von Cat Baumaschinen und Großgeräten. Hier musste er sich als Krisenmanager behaupten, denn die westlichen Sanktionen gegen Russland führten zu massiven Einschränkungen der Geschäftstätigkeiten und hohen wirtschaftlichen Einbußen. „Besonders prägend war die Erfahrung mit sehr volatilen Märkten“, beschreibt er seine Erkenntnisse, die er in drei Jahrzehnten gesammelt hat. Aber das ist nicht der einzige Wandel, dem er sich stellt und den er als Vorsitzender der Geschäftsführung von Zeppelin Baumaschinen mitgestaltet.
Technologisch verändert sich viel, was für ihn der Reiz an der Arbeit ausmacht: angefangen bei hydraulischen Schnellwechslern über Tiltrotatoren, die Bagger zu multifunktionalen Trägergeräten machen, bis hin zu modernen 3D-Steuerungssystemen und Fernsteuerungen. Auch der Antriebsbereich ist in Bewegung. Doch ist es nicht nur die Technik allein, sondern es sind auch die Kundenanforderungen, die sich dynamisch weiterentwickeln und neue maschinentechnische Lösungen erfordern, die ihm zufolge vor allem pragmatisch sein müssen. Persönliche Nähe und Beratungskompetenz bleiben ein zentrales Element des Vertriebs, ist er fest überzeugt. Gleichzeitig gewinnt das digitale Vertriebsmodell zunehmend an Bedeutung, das er als Ergänzung zum klassischen Vertriebsmodell sieht. „Der moderne Vertrieb nutzt beide Welten: Er bleibt kundennah und wird gleichzeitig durch digitale Werkzeuge sowie KI innovativ unterstützt. Denn der moderne Kunde, insbesondere im komplexeren B2B-Bereich erwartet eine umfassende Information und Beratung über verschiedene Kanäle hinweg. Wer schneller als der Wettbewerb agieren kann, verschafft sich klare Vorteile – und genau darauf müssen unsere digitalen Vertriebslösungen konsequent ausgerichtet sein“, betont er und stellt bei Zeppelin dafür die Weichen. Dabei geht es nicht nur um bestehende Kunden, sondern auch darum, neue potenzielle Kunden frühzeitig proaktiv anzusprechen. „Moderner Vertrieb bedeutet für mich auch, permanent den Maschinenbestand am Markt zu analysieren, um gezielt Angebote machen zu können – etwa wenn Maschinen Verschleißgrenzen erreichen. So können wir dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus sein. Das ist für mich moderner, proaktiver Vertrieb – nicht zu warten, bis der Kunde anruft, sondern frühzeitig den Bedarf zu erkennen und entsprechend zu handeln“, stellt er klar. Und daran wird er auch in Zukunft festhalten – mit der unveränderten Leidenschaft und dem starken Antrieb für Baumaschinen, wie er das in den letzten drei Jahrzehnten erfolgreich praktizierte.
„Von außen betrachtet machte Holger Schulz eine Bilderbuchkarriere bei Zeppelin. Dahinter steckt aber vor allem harte Arbeit, Disziplin und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern und sie mitzunehmen. Und bei allen Erfolgen blieb Holger Schulz auf dem Teppich. Attitüden, wie Arroganz und Überheblichkeit, sind ihm völlig fremd. Ich schätze an Holger Schulz seine Zuverlässigkeit, sein hohes Engagement, sein enormes Fachwissen, aber vor allem seine Menschlichkeit. Dafür lieben ihn seine Kolleginnen und Kollegen und dafür schätzen ihn seine Vorgesetzten, die Kunden und Geschäftspartner. Holger Schulz ist ein Glücksfall für Zeppelin. Ich gratuliere ihm von ganzem Herzen zu seinem 30-jährigen Dienstjubiläum und wünsche ihm alles erdenklich Gute“, so Michael Heidemann.
November 2025

