Für diesen Mikrobagger kann die Baustelle hinter einer normalen Tür beginnen. Nur 730 Millimeter schmal macht sich der neue Cat 301 CR, wenn der Zugang zum Einsatzort knapp bemessen ist. Mit der neuen kompakten Baumaschine bringt Caterpillar einen Mikrobagger der Ein-Tonnen-Klasse für Einsätze auf den Markt, bei denen Platz Mangelware ist. Gedacht ist er für Arbeiten in Gebäuden, im Abbruch, in der Landwirtschaft sowie im Garten- und Landschaftsbau. Seine kompakte Bauweise reduziert dabei den Überstand der Maschine und erleichtert Arbeiten unmittelbar neben Mauern und anderen festen Strukturen.
Dass Caterpillar dabei nicht allein auf möglichst kleine Abmessungen setzt, zeigt der Vergleich mit dem Vorgänger Cat 300.9D. Das Fahrwerk lässt sich von 1 100 auf 730 Millimeter Breite einziehen. Damit soll der 301 CR auch Zugänge passieren können, die für größere Minibagger verschlossen bleiben. Caterpillar nennt Türöffnungen von 762 Millimetern Breite und 1 981 Millimetern Höhe. Mit eingeklapptem Überrollschutz bleibt der Cat 301 CR unter 1,83 Meter. Sind Tür, Tor oder Durchfahrt passiert, fährt der Mikrobagger sein Fahrwerk aus und steht damit deutlich sicherer für die eigentliche Arbeit. Für den Arbeitseinsatz wird der Überrollschutz wieder aufgerichtet und gesichert. Auch das Planierschild lässt sich für schmale Durchfahrten anpassen.

Der neue Cat 301 CR bringt es auf ein maximales Einsatzgewicht von rund 1,2 Tonnen. Die Fahrgeschwindigkeit erreicht bis zu 3,6 km/h und liegt damit laut Caterpillar doppelt so hoch wie beim Vorgängermodell.
„Kunden wollten eine Maschine, die einfach und komfortabel zu bedienen ist und gleichzeitig die nötige Stabilität zum Heben schwerer Lasten bietet“, erklärt Zach Waite, Commercial Director bei Caterpillar Industry Solutions. Genau darauf sei der neue 301 CR ausgerichtet. Vor allem bei der Hubleistung legt der Mikrobagger deutlich zu: Sie steigt laut Caterpillar gegenüber dem 300.9D um mehr als 80 Prozent. Auch bei den Grabkräften hat Caterpillar nachgelegt. Die Stielkraft beträgt 6,2 kN und liegt damit 38 Prozent über der des 300.9D. Die Losbrechkraft am Löffel erreicht 9,6 kN, was einer Steigerung um acht Prozent entspricht.
Ein geschlossenes Schwenksystem soll schnelle Arbeitszyklen ermöglichen und zugleich die Energieeffizienz verbessern. Optional steht ein zweiter Zusatzhydraulikkreis für den Betrieb mechanischer Anbaugeräte zur Verfügung. Damit der Mikrobagger nicht auf klassische Erdarbeiten beschränkt bleibt, sieht Caterpillar verschiedene Anbaugeräte vor. Der mechanische Schnellwechsler ermöglicht den Werkzeugwechsel ohne zusätzliches Werkzeug und soll dadurch Stillstandszeiten reduzieren. Neu angeboten wird außerdem ein Erdbohrer mit einem gegossenen Gehäuse der Antriebseinheit und schlanker Bauform. Die Bohrschnecken sind 305 Millimeter kürzer als bisherige Ausführungen mit vergleichbarem Durchmesser, was insbesondere Reichhöhe und Entleerung verbessern soll. Für Abbrucharbeiten von Beton oder Asphalt kann der 301 CR mit dem Hammer ausgerüstet werden. Hinzu kommen neu konstruierte Universallöffel für Grabenarbeiten sowie Grabenräumlöffel mit Ablauföffnungen für bindiges und nasses Material.



Das Bedienkonzept hält Caterpillar bewusst einfach. Seitlich angeordnete Joysticks und eine übersichtlich gehaltene Multifunktionsanzeige sollen dem Fahrer die Bedienung erleichtern. Eine serienmäßige LED-Arbeitsleuchte am Ausleger unterstützt Einsätze in Gebäuden oder bei Dunkelheit. Für Wartungsarbeiten lässt sich der Sitz hochklappen, sodass Motorraum und wichtige Servicepunkte zugänglich werden.
Trotz seiner kompakten Dimensionen bleibt der 301 CR auch bei der Maschinendatenerfassung nicht außen vor. Über VisionLink können Betreiber Betriebsstunden und Standort der Maschine einsehen. Gerade für einen Mikrobagger, der zwischen unterschiedlichen Einsatzorten wechseln kann, liefert Caterpillar damit grundlegende Informationen für die Verwaltung der Maschine.
Oktober 2026

