Insgesamt zwölf Aufgaben galt es zu bewältigen, die das gesamte Leistungsspektrum des Berufs Land- und Baumaschinenmechatroniker abbildeten: Dazu zählten unter anderem Einstellarbeiten an einem Motor, die Überprüfung einer Abgasnachbehandlung (SCR), eine Hydraulik-Funktionsprüfung und die Fehlersuche an einer automatischen Lenkung. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft im Handwerk, auch German Craft Skills genannt, traten die elf besten Nachwuchskräfte ihres Gewerks in einem komplexen Leistungsnachweis gegeneinander an. Im Bildungszentrum Landshut der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, der auditierten Meisterschulungsstätte des LandBauTechnik Bundesverbands e.V. (LBT), wurde der deutsche Meister im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk ermittelt.
Nach über sechs Stunden standen die Sieger fest: Erster Bundessieger wurde Elias Schätzle aus Winden im Elztal (Baden-Württemberg), ZG Raiffeisen Technik GmbH. Auf dem zweiten Platz landete Justin Gruber aus Schleswig-Holstein, Zeppelin Niederlassung Rendsburg, und den dritten Rang belegte Michael Schares aus Rheinland-Pfalz, Ludwig & Hauer Landmaschinen GmbH.

Norbert Stenglein, Bundesinnungsmeister, würdigte bei der Siegerehrung die Leistung der Teilnehmer. „Unsere Branche, unser Beruf hat sich in den letzten Jahren stark verändert“, betonte er. „Ihr habt viel gelernt und bewiesen, dass ihr all das auch anwenden könnt.“ An die jungen Gesellen appellierte der Bundesinnungsmeister, sich weiterzubilden und neugierig zu bleiben. „Als Verbandsorganisation begleiten wir euch bei allem, was ihr vorhabt.“
Die Teilnehmer reisten aus allen Regionen Deutschlands nach Ostbayern – sehr zur Freude von Hans Schmidt, dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. „Wir sind wirklich sehr stolz darauf, dass wir den Bundesentscheid bereits zum zweiten Mal in Folge in Landshut ausrichten dürfen. Das zeigt, welch hohes Niveau die Aus- und Weiterbildung im Land- und Baumaschinenmechatroniker-Handwerk in unserem Bildungszentrum hat“, so Hans Schmidt.
Insgesamt zwölf Aufgaben galt es zu bewältigen, die das gesamte Leistungsspektrum des Berufs Land- und Baumaschinenmechatroniker abbildeten. An Land- und Baumaschinen war von der Motorsäge über Bagger und Erntemaschine bis hin zum Schlepper alles mit dabei.
Von seinem Bundessieg war Elias Schätzle aus Baden-Württemberg sichtlich überrascht. Seine Teilnahme am Wettbewerb war relativ spontan. Der erste Landessieger in Baden-Württemberg war zum Bundesentscheid nicht angetreten, Elias Schätzle daraufhin eingesprungen. „Ein paar Stationen liefen sehr gut, an anderen war es schwieriger. Auch deswegen habe ich damit überhaupt nicht gerechnet“, freute sich der 20-Jährige.
Als Überraschungsgast besuchte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Siegerehrung und gratulierte allen elf Landessiegern zum Erfolg und zur Teilnahme. „Wir freuen uns, dass es so viele junge Menschen gibt, die anpacken und diese wichtigen Berufe ergreifen“, so der Politiker. Besonders hob er die rasanten technischen Entwicklungen hervor, die den Land- und Baumaschinenmechatroniker zu einem Hightech-Beruf gemacht hätten. „Ihr seid echte Multitalente“, lobte der bayerische Wirtschaftsminister die Jungprofis.
Die Deutsche Meisterschaft im Handwerk, German Craft Skills, blickt auf eine lange Tradition zurück. Der Wettbewerb wird seit 1951 in rund 120 verschiedenen Berufen ausgetragen und zählt zu den größten und traditionsreichsten in Europa. Das Ermitteln der Sieger erfolgt in drei Stufen: beginnend auf Kammer-, dann auf Landes- und final auf Bundesebene. Die Siegerehrung auf Bundesebene findet am 5. Dezember in Frankfurt am Main statt.
November 2025

