2 700 Kilometer trennen Bozen und Bilbao. Diese Strecke hat Thomas Henn, der kaufmännische Leiter vom Zeppelin Vertriebs- und Servicezentrum Baden-Württemberg, mit seinem Rennrad bei der Transibérica 2025, einem Ultra-Cycling-Rennen, zurückgelegt. Los ging es in Südtirol mit einem Startparcours von 90 Kilometern und über 3 000 Höhenmetern. Durchqueren mussten die 214 Teilnehmer Frankreich, um dann das Ziel in Spanien zu erreichen. In Summe waren über 40 000 Höhenmeter zu überwinden. Schon am ersten Renntag galt es, den legendären Gaviapass von Süden aus zu erklimmen. „Es ging 1 360 Höhenmeter am Stück über 16 Kilometer nach oben, was das Rennen gleich am Anfang zu einer echten Prüfung machte. Aber genau diese Momente machen ein solches Rennen aus, wenn man spürt, dass der Körper kämpft und der Kopf entscheidet, weiterzufahren“, so Thomas Henn. Es folgten unter anderem berühmte Anstiege nach Alpe d’Huez oder das spektakuläre Gebiet im Combe Laval. Und das alles ohne Elektroantrieb oder sonstige externe Hilfe. Zehn Checkpoints mussten die Rennradler passieren – wie sie ins Ziel kamen, war jedem von ihnen selbst überlassen.


Geplant hatte Thomas Henn, am 28. August 2025 in Bilbao einzutreffen – geschafft hat er es sogar einen Tag eher, indem er 392 Kilometer am Stück zurücklegte, obwohl es am vorletzten Tag zunächst gar nicht danach aussah. Bei einem Unfall in Nordspanien touchierte sein Rad die Leitplanke. Das Ergebnis: Schürfwunden und ein leicht verbogenes Vorderrad. „Man kann sich im Vorfeld gut vorbereiten und noch so viel planen, aber es kann immer etwas dazwischenkommen. Dann muss man sich unterwegs zu helfen wissen“, so der radbegeisterte Zeppeliner.

Was dagegen von Start bis Ziel zuverlässig funktionierte, war ein Zeppelin-Batterietracker der zweiten Generation. Dieser wurde am Fahrradlenker befestigt, um einen Härtetest zu absolvieren. Normalerweise lassen sich damit Anbaugeräte wie ein Baggerlöffel und ihr Standort orten. Auf der Transibérica sollte der Tracker die Position von Thomas Henn erfassen. Den Test durch Südeuropa hatte Frederik Terschluse, der ehemalige Leiter Digitale Produkte und Services bei Zeppelin, bevor er unerwartet verstorben ist, von Anfang an unterstützt. „Wir wollten den Tracker bei einer großen Belastung und auf einer langen Strecke testen, ob er auch bei Vibrationen und Erschütterungen zuverlässig und stabil den Standort sendet“, so Thomas Henn. Gesagt, getan. Der Tracker sendete zuverlässig den ganzen Rennverlauf über. Zugute kam dem Sportler dabei dessen Größe von 10,8 x 8,6 x 3,0 Zentimetern und das geringe Gewicht – auf dem Rennrad zählt jedes Gramm. Parallel dazu ortete auch der Veranstalter der Transibérica die Teilnehmer wie Thomas Henn, um deren Geschwindigkeit sowie die zurückgelegten Tageskilometer zu erfassen. „Ankommen in Bilbao und mit dem Rad Spaß haben“ – das war die Motivation für den Zeppelin Mitarbeiter, in seinem Urlaub die 2 700 Kilometer zurückzulegen. Dabei passierte er nicht nur an die zehn Bergpässe, sondern kam auch am Caterpillar Werk in Grenoble vorbei. „Wenn ich auf dem Sattel sitze, halte ich immer Ausschau nach Baumaschinen“, so Thomas Henn. Auch diese hatte er während des Ultra-Cycling-Rennens auf dem Schirm.
Oktober 2025

